SV Pfrondorf I – SSC Tübingen 3:3 (3:1)

Endlich ging es wieder los. Nach einer aufregenden und erfolgreichen Saison startete der SV Pfrondorf am Sonntag in die neue Saison. Und das in der Bezirksliga. Und wie kann ein Auftakt noch schmackhafter gemacht werden? Genau, man schickt den SSC Tübingen zum Bezirksliga-Auftakt an den Pfrondorfer Höhberg.

Passend zum Derby trafen sich die Höhberg-Hools zum Fanmarsch. Warum Neuzugang und Rückkehrer Maik Rockenbauch ausgerechnet am Sonntag im Aufgebot von Rasmus Joost fehlte, wollte Julian Künstle, Vorsitzender der Höhberg-Hools nicht kommentieren.

Trainer Rasmus Joost brachte zwei Neuzugänge von Beginn an. Alex Seitz und Luigi Felici begannen im rechten Mittelfeld, bzw. im Sturm. Bei traumhaftem Wetter begann der SVP auch gleich motiviert und forsch. Bereits in der 2. Minute hätte Luigi Felici mit einem satten Schuss den SVP in Führung bringen können. Besser machte es dann in der 5. Minute Andre Schwiedel. Nach einem Zuspiel von Paul Knorr (wer sonst bereitet Tore von Schwiedel vor???) zog Andre in die Mitte und an zwei Gegenspielern vorbei und schloss gewohnt eiskalt ab. Da war es also. Das erste Tor in der Bezirksliga nach langer Zeit für den SV Pfrondorf.

Der SSC tat sich im Anschluss schwer, Ordnung in das Spiel zu bekommen und die SVP-Offensive rollte weiter munter auf das Tübinger Tor. Andre Schwiedel erzielte in der 10. Minute sogar das 2:0, dieses verwehrte ihm allerdings der Schiedsrichter wegen einer Abseitsstellung. In der zwölften Minute scheiterten dann Knorr und Schwiedel kurz hintereinander. Auch „Paradisvogel” Basti Schwarz brachte den Ball zwei Minuten später nicht im Tor unter. Anchließend verflachte die Partie etwas, was vielleicht auch den Temperaturen geschuldet war.

In der 31. Minute hatte Luigi Felici dann das 2:0 auf dem Fuß. Jedoch schaffte er es nicht den Ball im Tor zu versenke. SVP-Legende Stefan Scheyle brachte den Hashtag #mariogomezem2008 ins Spiel. Doch Felici ließ sich davon nicht beirren und trat in der 37. Minute zum Freistoß an. Seinen Schuss konnte der Torhüter nicht richtig festhalten und der Ball flutschte zu Felicis Premierentreffer und der 2:0 Führung ins Tor.

Dass man nun aber in der Bezirksliga spielt und nicht mehr in der A-Liga musste der SVP allerdings dann in der 40. Minute feststellen. Markos Chatziliadis nahm den Ball an der Mittelinie an und sah dass SVP-Keeper Alex Bauer zu weit vor seinem Kasten stand. So kam der SSC mit einem Sahne-Tor mehr oder weniger aus dem Nichts zum 1:2 Anschlusstreffer. Vor der Halbzeit jubelten die Pfrondorfer allerdings nochmal, als Philipp Badke nach Flanke von Paul Knorr im Strafraum cool blieb und aus dem Gewühl das 3:1 erzielte (45.). Mit dieser Führung ging der SVP in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Gästen die Unzufriedenheit an. Der SSC kam nun deutlich besser ins Spiel und übernahm nun die Kontrolle. Der SVP wirkte jetzt ein wenig unsicher und nervös. Doch es musste ein Freistoß herhalten, damit der SSC Tübingen zurück ins Spiel fand. Jannik Braunsberger versenkte diesen direkt und traumhaft schön in den Knick zum 3:2. In der Folge drängte der SSC die Pfrondorfer in die eigene Hälfte. Es gab vereinzelte Konter für den SVP, allesamt wurden aber nicht konsequent zu Ende gespielt.

In der 82. Minute wurde der SSC dann doch noch für eine gute zweite Halbzeit belohnt. Nach einer Ecke konnten die Pfrondorfer den Ball nicht klären und erneut nutze Markos Chatziliadis die Gunst der Stunde und schob den Ball zum Ausgleich ins Tor.

So trennte man sich am Ende mit 3:3 vom SSC Tübingen. Aus Pfrondorfer Sicht ärgerlich, aber für den Auftakt war die Leistung vor allem aus der 1. Halbzeit sehr erfreulich. Wo man steht kann man sicherlich noch nicht sagen, die Leistung macht aber durchaus große Lust auf mehr. Das nächste Spiel ist am 21.08 bei Dettingen/Rottenburg.

Ellis11 waren:
Bauer – Spohn (88. König), Badke, Füger, Steib, Knorr – Hittinger – Seitz (82. Kuti), Schwarz (60. D. Hahn), Schwiedel (63. L. Wittlinger) – Felici.

Es stöpselten:
1:0 Schwiedel (5.), 2:0 Felici (37.), 3:1 Badke (45.)