SV Pfrondorf – TV Konstanz III 104:60

Pfrondorf kann doch noch gewinnen – diese positive Erkenntnis gewannen die knapp 60 Zuschauer des Herrenteams der Pfrondorfer Squirrels nach dem deutlichen 104:60 Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus Konstanz. Die Gäste, die mit nur sieben Spielern angereist waren, mussten auf einige Leistungsträger verzichten, aber auch Pfrondorf hatte einige Ausfälle zu verkraften. Von Anfang an sah man der Starting-5 der Pfrondorfer um Paul Hildinger, Philipp Saur, Florian Nick, Rick Mattmüller und Jakob Biesinger an, dass sie wussten worum es geht und dass heute endlich die Niederlagenserie von 5 Spielen in Folge gebrochen werden sollte.

Offensiv kam Pfrondorf von Anfang an in einen guten Rhythmus und Kapitän Paul Hildinger markierte die ersten Pfrondorfer Zähler von der Freiwurflinie. Defensiv ging Pfrondorf mit einer hohen Intensität ins Spiel, die dazu führte, dass Konstanz seinen ersten Korb aus dem Feld erst nach 9 (!) gespielten Minuten erzielen konnte. Das Problem war jedoch, dass schon nach drei Minuten die Teamfoulgrenze erreicht war und Konstanz ab diesem Zeitpunkt 10 Freiwürfe zugesprochen kam, die alle verwandelt wurden. Diese Freiwurfstärke war jedoch die einzige Kategorie in dem die Gäste klar überlegen waren – nicht genug, um der guten Offensive der Pfrondorfer, die allein im ersten Viertel fünf Dreipunktewürfe verwandeln konnte, entgegenzusetzen. Mit einem satten Vorsprung von 31:12 ging es ins zweite Viertel.

In dieses startete Pfrondorf sehr holprig. Nach Punkten von Quirin Deutsch für den SVP, sorgte Noah Manderla mit 8 Punkten in Folge für Konstanz für die erste Pfrondorfer Auszeit im Spiel. Diese zeigte Wirkung, Spielertrainer Dimitrios Kokkonias beendete mit zwei schnellen Dreiern den Run der Gäste. Pfrondorf rotierte fleißig und alle Spieler sorgten dafür, dass das Tempo in der Offensive weiter gut war. Dass einige Korbleger und Freiwürfe für Pfrondorf dennoch vergeben wurde, konnte verschmerzt werden. Die Szene des Spiels dann mit der Halbzeitsirene: Konstanz’ Andrei Popovschi verwandelte einen Wurf aus der eigenen Hälfte in den Pfrondorfer Korb – ein Buzzerbeater, wie man ihn wohl so schnell nicht mehr sehen wird. Dass Konstanz das zweite Viertel gewinnen konnte und der Rückstand „nur“ 51:37 aus Sicht der Gäste betrug, war hauptsächlich Noah Manderla zu verdanken, der zu diesem Zeitpunkt bereits 21 Punkte erzielte.

In der zweiten Halbzeit zogen die Squirrels dann jedoch uneinholbar davon und man merkte Konstanz an, dass sie den Glauben an den Sieg verloren hatten und auch defensiv nicht mehr gleichwertig dagegen halten konnten. Nach 27 Minuten sorgten die Squirrels mit einem 15:0 Run für die bisher höchste Führung von 74:41, die Konstanz bis zum Ende des dritten Viertels nochmals auf 74:48 verkürzen konnte.

Das Spiel, das zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden war, ließ nur noch die Frage unbeantwortet, ob Pfrondorf das erste Mal in der Vereinsgeschichte die 90-Punkte Marke knacken konnte: Die Antwort war schnell gegeben: Nach jeweils 6 Punkten von Kokkonias und Saur, sowie je 4 von Mattmüller und Hildinger, stand es vier Minuten vor Schluss bereits 95:56. Das nächste Ziel die magische 100-Punktegrenze stand auf dem Programm: Von Konstanz kam nun gar keine Gegenwehr mehr und Florian Nick wurde häufig an die Freiwurflinie geschickt: Die Tatsache, dass er von 8 Freiwürfen in Folge nur die Hälfte verwandelte führte dazu, dass es Rick Mattmüller – Topscorer der Pfrondorfer in dieser Saison – war, der das Ergebnis dreistellig machte. Eben jener setzte mit einem weiteren Dreier auch den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie – 104:60 für Pfrondorf!

Fazit: Mit dem Sieg gegen Konstanz fehlt nur noch ein Sieg zu dem rechnerischen Klassenerhalt. Sicherlich ist die bisher schwache Rückrunde durch diesen Sieg nicht vergessen, jedoch war es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und sollte genügend Motivation für die Partie nächsten Samstag in Derendingen geben, in der die Aufgabe ungleich schwerer wird. Pfrondorf zeigte mit Ausnahme der Freiwurfquote, die erneut eher mittelmäßig war, in allen Belangen eine gute Leistung.

Es spielten: Nikolas Fausel, Niklas Kirn, Paul Hildinger (14), Philipp Saur (22), Quirin Deutsch (11), Florian Nick (11), Rick Mattmüller (13), Cornelius Lichtenberger (8), Jakob Biesinger (5), Dimitrios Kokkonias (20)