Archiv_Fussball - B-Jugend
Am Dienstag, den 14. April diesen Jahres musste die B-Jugend des SV Pfrondorf im Pokalachtelfinale beim Kreisligisten SV Auingen auf der Alb antreten. Selbst die jedoch sehr lange Anfahrt erklärt nicht, welch unterirdische Leistung der Favorit aus Pfrondorf in der ersten Viertelstunde ablieferte. Die Auinger, die fußballerisch doch sehr limitiert waren, gingen mit vollem Einsatz in die Partie und führten nach bereits zehn Minuten mit 2:0. Sichtlich beeindruckt von diesem Anfangtempo fanden die Gäste auch weiterhin kaum ins Spiel und nur eine taktische Umstellung von Vierer- auf Dreierkette konnte das Spielgeschehen wenden. Von nun an kamen die Pfrondorfer deutlich besser ins Spiel und die Abwehr hatte sich nach großen anfänglichen Problemen sortiert. Logische Konsequenz aus der nun drückenden Überlegenheit der Bezirksligisten war ein Querpass von Albert Fuchs auf Georg Mihr, der eiskalt zum Anschlusstreffer einnetzen konnte. Vermutlich hätte man schon vor der Pause ausgleichen können, doch die ansonsten souverän pfeifende Schiedsrichterin verlegte den Tatort eines Fouls an Philipp Lapaczinski drei Meter nach hinten und somit knapp aus dem Strafraum. Somit blieb es zur Pause bei einer 2:1-Führung der Gastgeber aus Auingen, die ungewöhnlich lange in der Kabine zum Pausentee blieben.

Nichtsdestotrotz konnte sich der SVP von nun an auf seine Stärken besinnen und dominiert die zweite Spielhälfte fast nach Belieben. Grund dafür war unter anderem, dass Georg Mihr nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff den Ball über die Linie des generischen Tores stocherte und somit den mittlerweile hochverdienten Ausgleich erzielte. Schon hier war der Widerstand des Gastgebers fast gebrochen, die wohl erkannten, dass sie fußballerisch weit unterlegen waren. 20 Minuten vor Spielende sorgte Max Meier mit einem Doppelschlag aus Kopfballtoren nach einem Freistoß und einer Ecke für die Vorentscheidung und erlöste somit alle Pfrondorfer von der Angst einer gnadenlosen Blamage. Doch wie schon sooft in dieser Saison wurden in der Folge des Spiels Zahlreiche Großchancen fahrlässig vergeben und fünf Minuten vor Spielende gelang den Gastgebern aus vollkommen heiterem Himmel das 3:4. Die Hoffnung auf eine Verlängerung blieb aber nicht lange vorhanden, denn wenige Minuten nach diesem Tor gelang es Tim Längle das Spiel endgültig zu entscheiden, indem er den schwachen Torhüter der Gäste wieder nach einer Ecke tunnelte.

Eine miserable erste Viertelstunde machte es dem schwachen Kreisligisten von der Alb möglich, eine ganze Halbzeit lang auf die Sensation zu hoffen. Positiv zu bemerken ist allerdings, dass man sich vom frühen Schock relativ zügig erholen konnte und das Spiel von da an deutlich dominierte.  Trotzdem wird ein solcher Tiefschlaf wie in Auingen in der nächsten Pokalrunde beim Ligakonkurenten TSV Eningen wohl noch schwerer bestraft werden und den SVP vor ein weitaus größeres Problem stellen, das tunlichst vermieden werden sollte…

Aufstellung: Künstle (Rebmann) – Buchholz, Risch, Happersberger, Badalli – Steib, Frey, Meier, Lapaczinski, Mihr (Haussmann), Fuchs (Längle)

Aktualisiert (Samstag, den 19. Dezember 2009 um 17:11 Uhr)