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Zum Auftakt der Rückrunde der A-Junioren des SVP gastierte gleich der Lokalrivale SSC Tübingen beim Herbstmeister. Zahlreiche Zuschauer warteten sehnsüchtig auf den Anpfiff gegen eine SSC-Truppe, die die 0:6- Schmach aus dem Hinspiel wiedergutmachen wollte. Beide Teams waren bereit, die Bälle waren aufgepumpt, nur eins fehlte – der Schiedsrichter.
Nach langen Diskussionen erklärte sich Matthias Schanbacher schließlich bereit, das Derby anzupfeifen. Die anfänglichen Manipulationsspekulationen der Tübinger legten sich schnell, weil Schanbacher eine fehlerfreie und unparteiische Leistung bot und sich von manchen unschönen Szenen nicht beeindrucken ließ. Ganz und gar nicht beeindruckend war allerdings die Leistung des SVP im ersten Durchgang. Man fand zu keiner Zeit das richtige Mittel gegen die sicher stehende Abwehr des SSC Tübingen und die sich nur selten bietenden Torchancen wurden kläglich vergeben. Dabei hatte die Partie eigentlich vielversprechend angefangen. Ein Hammer von Mario Risch landete bereits nach fünf Minuten an der Unterlatte und sprang von der Linie zurück ins Feld. Auch hatten Jonas Frey (17.) und Dominik Kuti (32.) Pech, als der SSC noch in höchster Not klären konnte. Diese hochprozentigen Torchancen konnten allerdings nicht über das konzeptlose und zerfahrene Spiel der Gastgeber hinwegtäuschen, viel zu sehr ließ man sich vom Gebolze der Gäste beeindrucken und operierte zu oft mit langen Bällen, die im Nirvana landeten.
In der Halbzeit wurde Coach Manuel Puchta dementsprechend laut und forderte mehr Leidenschaft und Einsatzwillen bei seinen Mannen.
Die Forderung wurde nach Wiederanpfiff sofort umgesetzt…Einen schönen Pass von Max Meier verwandelte Albert Fuchs in der 47. Minute zum verdienten 1:0 für den SVP. Der Bann schien nun gebrochen, es wurde schön von hinten raus gespielt und durch einzielstrebiges Direktspiel im Mittelfeld beherrschte Pfrondorf die „Holderfeldler“ nun deutlich. Doch mit dieser spielerischen Überlegenheit machte auch eine alte Krankheit wieder auf sich aufmerksam. Chancen wurden nun fast im Minutentakt liegengelassen und so verpasste man es, dem SSC den endgültigen K.O.-Stoß zu versetzen. Nach 64 gespielten Minuten sorgte eine Standardsituation dafür, dass siech der Spielverlauf nun auch im Ergebnis wiederspiegelte.
Eine Freistoßflanke von Jonas Frey segelte in den Strafraum der Gäste, an Freund und Feind vorbei und landete schließlich zum 2:0 im langen Eck.
In der Folgezeit versichte der SSC mit einigen härteren Tacklings den Spielfluss des SVP zu zerstören, konnte sich allerdings im gesamten Spiel nur zwei nennenswerte Tormöglichkeiten erarbeiten. Dominik Kuti machte den Sack dann endgültig zu, als er in der 86. Minute eine schöne Flanke des starken Nico Mangliers mit der Brust annahm und sensationell per Seitfallzieher zum 3:0 vollendete.
In der 2. Minute der Nachspielzeit wurde Johannes Steib dann im Strafraum der Gäste unsanft zu Fall gebracht und den fälligen Elfmeter verwandelte Angelo Tarantino ganz sicher zum 4:0, was zugleich sein erster Treffer für den SVP war und den Endstand markierte.
Allen war die Erleichterung nach der miserablen ersten Hälfte anzumerken und das von Manuel Puchta ausgegebene Ziel „Meisterschaft“ ist nun wieder ein kleines Stückchen näher gerückt. Außerdem danken wir den Zuschauern für ihre Unterstützung und natürlich Matthias Schanbacher für sein unvorbereitetes Einspringen ins Schiedsrichterleben.
Aktualisiert (Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 13:42 Uhr)